Umstrittenes Brexit-Gesetz in London: Im Oberhaus bahnt sich erheblicher Widerstand an


Keine Entspannung für Boris Johnson – selbst wenn das umstrittene Binnenmarktgesetz nächste Woche durchs Unterhaus kommt. Es gibt weitere Hürden.

Albrecht Meier | DER TAGESSPIEGEL

Iain Duncan Smith gilt bei den britischen Konservativen als Hardliner. Im vergangenen Februar, kurz nach dem Brexit, erklärte er, dass die EU auf dem Weg sei, „der kranke Mann der Welt“ zu werden. Der frühere Vorsitzende der Londoner Regierungspartei sagte zur Begründung, dass die Gemeinschaft der 27 EU-Staaten  überreguliert und wirtschaftsschwach sei.

Damals konnte Duncan Smith noch nicht voraussehen, dass die Corona-Krise Großbritannien in die schwerste Wirtschaftskrise seit 300 Jahren stürzen würde. Doch wer meint, dass Duncan Smith angesichts der verheerenden Zahlen kleinlaut auftreten würde, irrt sich.

Die jüngste Tirade des Tory-Politikers richtet sich gegen Joe Biden. Der US-Präsidentschaftsbewerber hatte erklärt, dass Großbritannien angesichts des drohenden Bruchs des internationalen Rechts durch London nicht mit dem ersehnten Freihandelsabkommen mit den USA rechnen könne – immer vorausgesetzt, dass Biden die Präsidentschaftswahl im November gewinnt.

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