Geheimnis des australischen Stechbaums gelüftet


Toxische Parallelen: Ein giftiger Baum in Australien nutzt ganz ähnliche Toxine zur Abwehr von Fressfeinden wie Giftspinnen und Kegelschnecken. Die mit den Brennnesseln verwandten „Stinging Trees“ enthalten einer neuen Studie zufolge ein Nervengift, das auf die gleichen Schmerzrezeptoren wirkt wie die tierischen Toxine. Es ist der erste Beleg für ein solches Gift bei einer Pflanze. Trotz ihrer Ähnlichkeit entwickelten sich die Toxine der Pflanzen und der Tiere vermutlich aber unabhängig voneinander.

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Der mit unseren Brennnesseln verwandte „Stinging Tree“ in Australien löst bei Berührung seiner Brennhaare ungewöhnlich starke, anhaltende Schmerzen aus. ©Institute for Molecular Bioscience/ University of Queensland

Der australische Stinging tree (Dendrocnide excelsa) – von den Einheimischen auch Gympie genannt – ist in den Wäldern des australischen Bundesstaats Queensland zu finden und erreicht eine Höhe von bis zu dreißig Metern. Die Blätter und Stiele dieses zu den Brennnesseln gehörenden Baums sind dicht mit Brennhaaren bedeckt. Bei Berührung übertragen sie ein Gift, das zu starkem Juckreiz sowie akuten, meist stundenlangen Schmerzen oder sogar Atemnot führt. Auch nach Wochen oder sogar Monaten können die Folgen noch zu spüren sein.

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