Nawalny: Wurde das Video über den Fund der Wasserflasche im Hotel in Tomsk inszeniert?


Die gut sichtbare Zeit auf einem Wecker stimmt augenscheinlich nicht mit der Uhrzeit auf Armbanduhren von Nawaly-Mitarbeiter überein. Jetzt verlangt Nawalny seine Kleidung als Beweismittel zurück. Neue Seltsamkeiten …

Florian Rötzer | TELEPOLIS

Bild: TP

Alexei Nawalny hat sich wieder zu Wort gemeldet, dieses Mal auf seinem Blog. Es geht nicht um seinen gesundheitlichen Zustand, der nach seinem letzten Bericht noch nicht so gut zu sein scheint. Gestern jedoch sah es nach dem Foto schon ganz anders aus, seine Mitteilung war auch ein Liebesbeweis für seine Frau, die ihn gerettet habe. Die letzte Meldung der Charité, die sonst nicht über einzelne Patienten berichtet, kam vergangene Woche, es gehe ihm besser, er müsse nicht mehr beatmet werden und könne erste Schritte machen. Nawalny fordert jetzt seine Kleidung zurück, die er am 20. August getragen hatte, als er im Flugzeug zusammenbrach und in das Krankenhaus in Omsk eingeliefert wurde.

Der Anlass ist, dass die russische Generalstaatsanwaltschaft die Einleitung einer Strafermittlung weiter verzögert. Eigentlich müsste die Entscheidung spätestens nach 30 Tagen getroffen werden, das hätte also am 20. September der Fall sein müssen. Aber jetzt will man den Fall offenhalten, um sich nicht festlegen zu müssen, und die Vorermittlungen fortsetzen, so berichtet. Sie hätten zur Rekonstruktion des Geschehens die Reise von Nawalny und seines Teams in Tomsk und Umgebung nachvollzogen.

5 von 6 Begleitern seien erneut befragt worden, die sechste Person ist Maria Pevchikh (Pewtschich), die mit Navalny und seiner Frau (und der angeblich in Nawalnys Raum gefundenen Wasserflasche mit Nowitschokspuren ???) nach Berlin geflogen ist und seitdem einiges Interesse auf sich zieht. Sie habe noch immer nicht befragt werden können und antworte auf Vorladungen nicht. Die Personen hätten keine Zeichen einer Vergiftung gezeigt. Insgesamt seien 200 Personen befragt worden, die Kontakt mit Nawalny hatten, Zeugen waren oder mit im Flugzeug saßen.

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