Den Bischöfen täte mehr Selbstkritik zum Erkennen der Probleme gut


Für die Diskussionen zur Vollversammlung der Deutschen Bischofskonferenz hat Julia Martin kein Verständnis. Sie hofft, dass die Oberhirten sich in der Debatte über die Rolle der Kirche in der Pandemie selbst reflektieren – denn Corona habe die echten Nöte der Menschen gezeigt.

Julia Martin | katholisch.de

Diskutiert die Vollversammlung wirklich über die drängenden Probleme? Eigentlich sollten doch die vergangenen Monate der Pandemie die tatsächlichen Nöte der Menschen gezeigt haben. Als Kirche wäre da mehr Potential gewesen, auf diese Herausforderungen zu reagieren. Doch was war oft die Patentlösung? Livestreams. Nicht, dass diese grundsätzlich als schlecht zu bewerten seien. Im Gegenteil. Doch war oft das Gefühl da, dass dann stehengeblieben und nicht weitergedacht wurde.

Sicher gab es auch großartige Aktionen von Pfarreien, die mit Osterpaketen ihre Gemeindemitglieder durch diese Tage begleitet haben. Aber das waren, leider, gefühlt Einzelbeispiele.

Und nun werden wieder theologische Debatten über Mahlgemeinschaft und Frauenweihe im Elfenbeinturm geführt, während die Gläubigen teilweise bis heute durch Corona nicht einmal die Möglichkeit haben, überhaupt Zugang zur Eucharistie zu haben.

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