Die Afrikanische Schweinepest breitet sich in Brandenburg aus

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Fast täglich werden infizierte Wildschweine gefunden. Deutschlands Schweinezüchter sowie die Fleischwirtschaft könnte die Tierseuche mehr als eine Milliarde Euro kosten.

Stephanie Lahrtz | Neue Zürcher Zeitung

Seit Monaten wurde es befürchtet, nun ist es Realität: Die Afrikanische Schweinepest (ASP) ist in Deutschland angekommen und breitet sich aus. Bis am Montagabend wurden im südöstlichen Zipfel Brandenburgs nahe der Grenze zu Polen insgesamt zwanzig infizierte Wildschweine gefunden, bis auf eines waren alle bereits verendet. Der Fund eines noch lebenden infizierten Tiers lässt vermuten, dass es offenbar auch schon zu Virusübertragungen in Brandenburg gekommen ist. Auf welche Weise das ASP-Virus in das deutsche Bundesland gelangte, ist weiterhin unklar.

Seine unerwünschte Einreise blieb auf jeden Fall einige Zeit unbemerkt. Denn das mit ASP infizierte Tier, das am 10. September als Erstes gefunden wurde, war zum Zeitpunkt der Entdeckung bereits zwei bis vier Wochen tot, wie Forscher und Behörden nun mitteilten. Die Einschleppung ist keine Überraschung, denn seit Monaten grassiert das ASP-Virus in Wildschweinpopulationen in Westpolen. Der europäische ASP-Seuchenzug hatte 2007 in Georgien begonnen, vermutlich durch aus Afrika importierte kontaminierte Fleischprodukte.

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