Entwicklungsminister Müller befürchtet hunderttausende zusätzliche Malaria-Tote


Bundesentwicklungsminister Müller befürchtet, dass weltweit an den Folgen der Kontaktbeschränkungen wegen der Corona-Pandemie weit mehr Menschen sterben werden als am Virus selbst.

Deutschlandfunk-Nachrichten

Bundesentwicklungsminister Müller (picture alliance / dpa / Axel Heimken)

Der CSU-Politiker sagte dem „Handelsblatt“, allein auf dem afrikanischen Kontinent rechne man dieses Jahr mit zusätzlich 400.000 Malaria-Toten und HIV-Opfern. Dazu käme eine halbe Million Menschen mehr, die an Tuberkulose stürben. Die Pandemie habe zudem eine der größten Armuts- und Hungerkrisen ausgelöst. Als Grund nannte Müller auch die Fokussierung der Industrieländer auf die Coronabekämpfung im eigenen Land.

Als Gegenmaßnahme schlug er ein 50-Milliarden-Stabilisierungsprogramm aus europäischen Krediten und Soforthilfen vor. Außerdem werde an einem neuen EU-Afrika-Abkommen mit den Schwerpunkten Migration, Klima, Energie, Sicherheit und wirtschaftliche Zusammenarbeit gearbeitet.

weiterlesen