Schulbuch schreibt Bibel um: Jesus steinigt Ehebrecherin


In China sollen Religionen dem Regime dienen – wie das aussehen kann, müssen nun Berufsschüler erfahren: In einem Buch über Wirtschaftsethik wird die Geschichte von Jesus und der Ehebrecherin erzählt – doch das Ende ist völlig unchristlich.

katholisch.de

Ein Schulbuch zu Wirtschaftsethik und -recht für Berufsschulen sorgt mit einer grob verfälschten Wiedergabe einer biblischen Erzählung für Empörung unter Chinas Christen. Wie die Nachrichtenplattform “UCANews” am Dienstag berichtete, werde in dem Buch die Perikope von Jesus und der Ehebrecherin aus dem Johannesevangelium erzählt. Zwar vergibt auch in der chinesischen Version Jesus die Sünden der Frau und sagt: „Wer von euch ohne Sünde ist, werfe als Erster einen Stein auf sie“. Anders als im Evangelium endet die Geschichte im Schulbuch jedoch damit, dass Jesus selbst die Ehebrecherin steinigt und dabei sagt: „Auch ich bin ein Sünder, aber wenn das Gesetz nur von makellosen Menschen umgesetzt werden könnte, dann wäre das Gesetz tot.“ Tatsächlich endet die Perikope damit, dass Jesus der Frau versichert, dass auch er sie nicht verurteilt: „Geh und sündige von jetzt an nicht mehr!“

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