Wegen Bibelvers: Justiz wirft Imbissbesitzerin Volksverhetzung vor


Können Bibelverse volksverhetzend sein? Laut der Berliner Staatsanwaltschaft besteht zumindest der Verdacht: Sie ermittelt gegen eine Imbissbesitzerin, die in ihrem Lokal Bibelverse aufgehängt hatte, in denen Homosexualität als „Gräuel“ bezeichnet wird.

Steffen Zimmermann | katholisch.de

Ungewöhnliches Ermittlungsverfahren in Berlin: Der christlichen Besitzerin eines mit Bibelversen dekorierten Imbisses wird von der Berliner Staatsanwaltschaft vorgeworfen, sich wegen Volksverhetzung strafbar gemacht zu haben. Das bestätigten die Anklagebehörde und der Anwalt der aus Korea stammenden Beschuldigten, Hermann Frank, jetzt auf Anfrage von katholisch.de. Frank teilte zudem mit, dass auf Veranlassung der Staatsanwaltschaft und auf Basis eines Beschlusses des Amtsgerichts Tiergarten bereits eine Durchsuchung des koreanischen Imbisses „Ixthys“ (altgriechisch: Fisch) im Ortsteil Schöneberg stattgefunden habe.

Konkret wird der Besitzerin des Lokals gegenüber der katholischen St.-Matthias-Kirche vorgeworfen, ein auch von der Straße aus sichtbares, handgeschriebenes Bibelzitat aus dem alttestamentarischen Buch Levitikus in ihrem Lokal aufgehängt zu haben, in dem Homosexualität zwischen Männern als „Gräuel“ bezeichnet wird (Levitikus 18,22). Indem die Wirtin einzelne Passagen dieser Bibelstelle wie „Greuel ist dies“ in Fettschrift hervorgehoben habe, habe sie sich die entsprechenden Stellen zu eigen gemacht, so die Staatsanwaltschaft.

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