Bischöfe beschließen Anerkennungszahlungen an Missbrauchsopfer


Ob Votum zur Mahlgemeinschaft, Vatikan-Papier zu Pfarreienreformen oder Konflikte beim Synodalen Weg: Die deutschen Bischöfe hatten bei ihrer Herbstvollversammlung viel Diskussionsstoff. Jetzt stellte der DBK-Vorsitzende die Ergebnisse vor. Unter anderem beschlossen die Oberhirten Zahlungen an Missbrauchsopfer.

katholisch.de

Die deutschen Bischöfe haben neue Regelungen für die Anerkennungszahlungen an Missbrauchsopfer beschlossen. Die bereits bei der Frühjahrsvollversammlung im März beschlossenen Grundsätze für eine Weiterentwicklung des Zahlungssystems sollen nun als überarbeitete Ordnung öffentlich gemacht werden, heißt es im Abschlussbericht der Herbstvollversammlung der Bischöfe in Fulda. Die neuen Regelungen gelten ab Beginn des kommenden Jahres und werden in allen 27 deutschen (Erz-)Bistümern gelten. Das Bistum Regensburg wird jedoch an seinem derzeitigen System festhalten, da es zu einer „Befriedung“ mit den Betroffenen geführt habe.

Konkret bedeuten die Änderungen höhere Zahlungen von in der Regel bis zu 50.000 Euro. Die Höhe dieser Einmalzahlungen werden von einem unabhängigen Gremium festgelegt, das von mehrheitlich nichtkirchlichen Vertretern bestimmt wird. Eine besondere Bedeutung messen die Bischöfe der Transparenz und der Einheitlichkeit bei diesen Verfahren bei. Die Bischofskonferenz hat sich daher für eine finanzielle Unterstützung der Orden und Gemeinschaften ausgesprochen haben, die die Summe für Anerkennungszahlen nicht selbst aufbringen können.

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