Erzbistum Köln will Missbrauchsstudie wie geplant veröffentlichen: Mit Namen


Das Erzbistum Köln will weiterhin die angekündigte Studie über den Umgang der Bistumsspitze mit Missbrauchsfällen veröffentlichen: „Es werden Namen genannt.“

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„Ob Vertuschung vorlag, soll durch das Gutachten geklärt werden“, versicherte ein Sprecher am Donnerstag auf Anfrage der Katholischen Nachrichten-Agentur (KNA). Dabei werde auch die Forderung des Hamburger Erzbischofs Stefan Heße erfüllt, zugleich seine Sicht der Dinge zu präsentieren. „Dies entspricht den äußerungsrechtlichen Vorgaben und ist so in Auftrag gegeben worden“, so der Sprecher.

Heße hatte im Interview der „Zeit“-Beilage „Christ & Welt“ (Donnerstag) Vorwürfe aus der bisher unveröffentlichten Studie zurückgewiesen, nach denen er als Personalchef im Erzbistum Köln Fälle von sexuellem Missbrauch vertuscht haben soll. Zudem kritisierte der Erzbischof, die mit der Untersuchung beauftragte Münchner Kanzlei hätte „gründlicher arbeiten können“. Heße, der ab 2006 Personalchef und später Generalvikar im Erzbistum Köln war, besteht darauf, dass die Studie nur zusammen mit seiner Sicht veröffentlicht werden darf.

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