Stadtratsvorsitz in Gera: Empörung über Wahl von AfD-Politiker – auch mit Nicht-AfD-Stimmen


Die Wahl eines AfD-Politikers an die Spitze des Stadtrats im thüringischen Gera hat heftige Kritik ausgelöst.

Deutschlandfunk-Nachrichten

Der Exekutiv-Vizepräsident des Internationalen Auschwitz Komitees, Heubner, sprach von einem verheerenden Signal. Er sagte, wenn Stadtverordnete einen Vertreter der AfD zu ihrem obersten Repräsentanten wählten, sei das ein Zusammenbruch an Glaubwürdigkeit und eine Destabilisierung der Demokratie. Für Überlebende des Holocaust sei ein solcher Vorgang schier unvorstellbar.

Der AfD-Politiker Etzrodt war gestern Abend in Gera mit 23 von 40 Stimmen zum Vorsitzenden des Stadtrats gewählt worden. Die AfD selbst verfügt nur über 12 Plätze in dem Kommunalparlament. Linke und SPD in Thüringen warfen der CDU daraufhin vor, sich zum Handlanger der AfD gemacht zu haben. Der CDU-Landesvorsitzende Hirte bestritt den Vorwurf. Man habe sich in der Fraktion darauf verständigt, den AfD-Kandidaten in Gera nicht zu wählen, und genau so sei es dann auch erfolgt.

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