Vertuschte Kardinal Dziwisz Missbrauchsfälle? „Eine Art Feuerprobe“


Ein Priester wirft dem Krakauer Kardinal Stanislaw Dziwisz vor, seine Hinweise auf sexuellen Kindesmissbrauch in der Kirche ignoriert zu haben. Dziwisz bestreitet das und plädiert für eine Untersuchungskommission.

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Der emeritierte Krakauer Erzbischof Stanislaw Kardinal Dziwisz ©Katharina Ebel (KNA)

Er ist einer der bekanntesten polnischen Kirchenmänner, wenn nicht der prominenteste: Kardinal Stanislaw Dziwisz. Der langjährige Privatsekretär von Papst Johannes Paul II. (1978-2005) trieb dessen Heiligsprechung im Rekordtempo voran. 2016 richtete er als Erzbischof von Krakau den katholischen Weltjugendtag mit Papst Franziskus aus.

Auch Pfarrer Tadeusz Isakowicz-Zaleski betont daher, Dziwisz sei „für viele in der Kirche nach wie vor eine große Autorität“. Aber er fügt sofort hinzu, diese Autorität werde jetzt auf die Probe gestellt. Es komme gar zu „einer Art Feuerprobe“, so der Geistliche gegenüber dem Internetportal onet.pl.

Hat Dziwisz Meldungen unterlassen?

Isakowicz-Zaleski (64) tritt in Polen seit Tagen in Medien als Ankläger gegen den 81 Jahre alten Kardinal auf. Im Internet veröffentlichte er ein Schreiben, das er nach eigenen Angaben im April 2012 persönlich Dziwisz übergeben hat.

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