Friedrich Merz bedauert Äußerung zu Homosexualität


Der CDU-Politiker Merz bedauert seine Äußerung zu einem möglichen homosexuellen Bundeskanzler.

Deutschlandfunk-Nachrichten

Friedrich Merz. (dpa / picture alliance / Michael Kappeler)

Zugleich wandte er sich entschieden gegen den Vorwurf, Homosexuelle in die Nähe von Pädophilen gerückt zu haben. Die Äußerung sei offensichtlich missverstanden worden, sagte er dem Nachrichtenportal „t-online„. Er verstehe aber, dass man sie missverstehen könne und sage deshalb ausdrücklich: „Wenn sich irgendjemand davon persönlich getroffen gefühlt hat, bedauere ich das wirklich sehr.“

Der CDU-Vorsitzkandidat hatte am vergangenen Sonntagabend in der Internetsendung „Bild live“ auf die Frage, ob er Vorbehalte gegenüber einem homosexuellen Kanzler hätte, gesagt: „Nein“, und dann auf Nachrfage ausgeführt: „Solange sich das im Rahmen der Gesetze bewegt und solange es nicht Kinder betrifft – an der Stelle ist für mich allerdings eine absolute Grenze erreicht –, ist das kein Thema für die öffentliche Diskussion.“ Daraufhin wurde der Bewerber um den CDU-Parteivorsitz vielfach scharf kritisiert. Unter anderem hatte Bundesgesundheitsminister Spahn, der mit einem Mann verheiratet ist, Merz‘ Aussage kritisiert.

Merz sagte zu der anschließenden öffentlichen Diskussion über ihn, dabei sei „Bösartigkeit unterwegs gewesen“. Die überwiegende, wenn auch nicht ausschließliche, Reaktion aus der CDU sei indes gewesen: „Man kann es auch übertreiben mit der Kritik und mit der Interpretation.“