Gold: In die Tonne mit dem nutzlosen Zeug


Edelmetall? Geht so! Gold zerstört die Umwelt und bringt kaum Rendite. Es gehört aus dem Verkehr gezogen – wie Asbest, Quecksilber oder Fluorchlorkohlenwasserstoffe.

Mark Schieritz | ZEIT ONLINE

Haben Sie in dieser Krise Gold gekauft, um ihr Erspartes in Sicherheit zu bringen? Dann sollten Sie nicht weiterlesen. Ich werde hier jetzt ein Plädoyer für das Verbot des Goldhandels halten. Los geht’s.

Gold ist das vielleicht nutzloseste Metall der Welt. Es ist zu weich für Brückenkonstruktionen oder Fahrzeugkarosserien. Es ist zu schwer für Gegenstände des täglichen Bedarfs. Als Währung hat es praktisch ausgedient: In allen Industrienationen ist das Geld nicht mehr wie früher an Edelmetalle gekoppelt, sondern allein durch die Menge der umlaufenden Güter gedeckt. Und selbst als Zahnersatz taugt Keramik mehr als das vermeintlich edle Metall.

Dafür ist die Goldförderung eine riesige Umweltschweinerei. Der Abbau zerstört Äcker, vergiftet Flüsse und bedroht Naturreservate. Regenwälder werden abgeholzt, um Platz zu schaffen für Goldminen, Kinderarbeit ist dort weitverbreitet.

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