Messerangriff in Paris: Haupttäter gesteht – Hass auf „Charlie Hebdo“


Nach dem Messerangriff in Paris hat der Haupttäter laut Medienberichten ein Geständnis abgelegt.

Deutschlandfunk-Nachrichten

Französische Soldaten eilen zum Tatort. (AFP/Alain Jocard)

Als Motiv für die Attacke habe er die erneute Veröffentlichung der umstrittenen „Mohammed-Karikaturen“ in dem Satire-Magazin „Charlie Hebdo“ angegeben, berichten mehrere Medien unter Berufung auf Ermittler. Zuvor hatte bereits die französische Regierung von einem islamistischen Terrorakt gesprochen.

Der in Pakistan geborene 18-Jährige hatte gestern vor den ehemaligen Redaktionsräumen von „Charlie Hebdo“ zwei Mitarbeiter einer TV-Produktionsfirma mit einem Metzgerbeil attackiert und im Gesicht schwer verletzt. Er wurde nach der Tat festgenommen. Außerdem befinden sich sechs weitere Verdächtige in Gewahrsam. Ein ebenfalls festgenommener 33-Jähriger ist inzwischen wieder auf freiem Fuß, er hat mit der Tat offenbar nichts zu tun.

Mehr Schutz zugesagt

In dem Gebäude, vor dem sich die Tat ereignete, waren bei der islamistischen Anschlagsserie vor fünf Jahren in Paris 10 Mitarbeiter von Charlie Hebdo erschossen worden. Die Regierung ordnete nun an, die Orte der damaligen Attentate dauerhaft zu bewachen, also auch einen koscheren Supermarkt und den Konzertsaal Bataclan. Außerdem sollen an jüdischen Feiertagen Synagogen besonders geschützt werden.