Aufzüge sind Orte des erhöhten Infektionsrisikos

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Niederländische Studie zeigt, dass sich infektiöse Aerosole in einer schlecht belüfteten Fahrstuhlkabine bis zu 30 Minuten halten könnten

DERSTANDARD

Auch wenn man allein im Lift fährt, empfiehlt sich ein Mund-Nasen-Schutz – sowohl wegen der Benützer davor wie auch wegen der Benützer danach. APA/AFP/INA FASSBENDER

Grundsätzlich ist es für die Gesundheit und vor allem der Kondition zuträglicher, Stiegen zu steigen statt mit dem Lift zu fahren. In Corona-Zeiten kommt ein weiterer gesundheitlicher Nachteil des Aufzugs hinzu: Die Kabinen sind laut einer niederländischen Studie Orte des erhöhten Infektionsrisikos. Und dazu muss man nicht einmal mit einer infizierten und ansteckenden Person den Anzug teilen, wie Forscher der Uni Amsterdam nach Tests herausfanden.

Realitätsnahe Testanordnung

Bei lautem Sprechen und Husten können infizierte Personen binnen kurzer Zeit Milliarden von Corona-Viren in die Luft abgeben – entweder in Form von größeren Tröpfchen oder von Aerosolen, also winzigen Schwebtröpfchen, die nicht so rasch zu Boden sinken und sich länger in der Luft halten. Cees van Rijn hat mit Kollegen untersucht, wie lange sich solche Aerosole in normalen Aufzugkabinen halten. Bei den Tests kamen die Tröpfchen realitätsnah aus einer Sprühdüse, und die Aufzugtüren waren bis zu 20 Prozent der Zeit geöffnet.

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