Sterbehilfe-Debatte: Streit um die Rolle von Ärzten am Lebensende


Über das Tolerieren ärztlicher Beihilfe zum Suizid denkt die Bundesärztekammer einem Bericht zufolge nach. In der Debatte um Sterbehilfe hat sich die katholische Kirche bereits klar positioniert – und auch der Vatikan hat sich zu Wort gemeldet.

katholisch.de

In die Debatte um die Rolle von Ärztinnen und Ärzten am Lebensende kommt Bewegung. Die Bundesärztekammer denkt an ein Tolerieren ärztlicher Beihilfe zu Selbsttötungen und an eine Änderung des Berufsrechts. „Wir können nach dem Urteil des Bundesverfassungsgerichts keine Norm aufrechterhalten, die dem Arzt jede Form von Unterstützung untersagt. Die Berufsordnung kann so nicht bleiben“, sagte Ärztekammer-Präsident Klaus Reinhardt dem „Spiegel“.

Ende Februar hatte das Bundesverfassungsgericht das vom Bundestag beschlossene Verbot der geschäftsmäßigen Förderung der Selbsttötung aufgehoben. Die Richter betonten, es gebe ein umfassendes Recht auf selbstbestimmtes Sterben. Darin sei die Freiheit eingeschlossen, auch die Hilfe Dritter in Anspruch zu nehmen.

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