Cannabis kann Parkinson lindern


Linderung statt Rausch: Der psychoaktive Wirkstoff des Cannabis kann Parkinsonpatienten helfen, wie nun eine Pilotstudie nahelegt. Demnach lindert das Cannabinoid THC viele nichtmotorische Parkinson-Beschwerden wie Angstzustände oder Schlafstörungen. Auch motorische Störungen besserten sich leicht. Das im Test verwendete Cannabis-Präparat Nabilon ist schon zugelassen – bisher aber nur für den Einsatz bei Krebspatienten.

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Das Cannabinoid THC kann die Symptome von Parkinson-Patienten lindern. ©Henrik5000/ iStock

Zittrige Hände, steife Muskeln und verlangsamte Bewegungen: Das sind die typischen Symptome von Parkinson – der inzwischen zweithäufigsten neurodegenerativen Erkrankung nach Alzheimer. Neben diesen motorischen Störungen leiden Parkinson-Patienten aber auch an neurologischen Symptomen – von Verdauungsbeschwerden über Stimmungsschwankungen, Schlafstörungen und Wahrnehmungsstörungen bis zu Angstzuständen und kognitiven Ausfällen.

Bisher jedoch lassen sich diese nichtmotorischen Parkinson-Symptome (NMS) kaum adäquat behandeln: „Die verfügbaren Therapieoptionen sind begrenzt und ihre Ergebnisse oft unbefriedigend“, erklären Marina Peball von der Medizinischen Universität Innsbruck und ihre Kollegen.

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