Gorleben soll bei Endlagersuche aus dem Rennen sein


Berichten zufolge steht der lange als Atommüllendlager gehandelte Salzstock nicht mehr auf der Liste der Bundesgesellschaft für Endlagerung. Dafür werden in einem Zwischenbericht offenbar erstmals Regionen in Bayern genannt.

Süddeutsche Zeitung

Bei der Suche nach einem Atommüll-Endlager in Deutschland ist der Salzstock Gorleben in Niedersachsen Berichten zufolge komplett aus dem Rennen. Unter anderem der Spiegel berichtet, Gorleben sei in einem mit Spannung erwarteten Zwischenbericht der Bundesgesellschaft für Endlagerung (BGE) nicht als sogenanntes Teilgebiet ausgewiesen. Die Nachrichtenagentur Reuters meldet unter Berufung auf Fraktionsvertreter, Grund sei, dass sich der lange als Endlager für hochradioaktiven Müll geplante Salzstock verändert habe und dies weiter tue. Daher könne dort kein Müll eingelagert werden. Dafür sind den Berichten zufolge nun Regionen in Bayern erstmals auf der Liste möglicher Standorte.

Die BGE stellt an diesem Montag ihren Bericht mit Regionen vor, die nach geologischen Kriterien für ein Atommüll-Endlager grundsätzlich in Frage kommen. Am Sonntag wurden bereits die Fraktionen, Landesregierungen und die Bundesregierung in einer Telefonschalte über die Liste informiert. Kriterien für einen Ausschluss von Regionen sind etwa Erdbeben-Aktivität, Vulkanismus, Wasserzuflüsse oder frühere bergbauliche Tätigkeiten. Eine Vorfestlegung auf einen Standort ist mit dem sogenannten Zwischenbericht Teilgebiete noch nicht verbunden. Dennoch dürfte die Debatte über die Endlagerung von hoch radioaktivem Atommüll damit in Fahrt kommen – vor allem in den Gebieten, die nun näher unter die Lupe genommen werden sollen.

weiterlesen