«Bringt sie weg von hier!» – Die Bewohner von Lesbos haben genug von den Flüchtlingen


Die Einwohner von Lesbos möchten ihr altes Leben zurück und wollen, dass die Regierung die Migranten von der Insel schafft. Doch so bald wird das nicht geschehen.

Natalie Wenger | Neue Zürcher Zeitung

Ein Fischer verlässt den Hafen von Panagiouda in Lesbos. Nur wenige Kilometer entfernt baut die Regierung ein neues Flüchtlingslager für über 10 000 Migranten. Bild: Daniel Etter

Die Bewohner von Panagiouda sind besorgt. Nur wenige Kilometer vom 1000-Seelen-Dorf an der Ostküste der Insel Lesbos entfernt bauen die griechischen Behörden ein neues Flüchtlingslager. Es soll rund 12 000 Migranten beherbergen. Die Hoffnung der Einheimischen, dass die Migranten die Insel nach dem Feuer in Moria verlassen, geht vorerst nicht in Erfüllung. Die Regierung hält daran fest, die Lager weitab vom Festland zu betreiben.

«Ich habe Angst davor, dass die Flüchtlinge so nah bei Panagiouda leben», sagt Janis Kaksiris, der in einem Supermarkt an der Hauptstrasse des Dorfes arbeitet. Mehrfach schon hätten Migranten Ware aus seinem Laden mitgehen lassen. Immer wieder komme es zu gewaltsamen Zusammenstössen zwischen Einzelnen von ihnen – manchmal direkt vor der Ladentür. «Das Problem ist, dass diese Leute nicht so zivilisiert sind wie wir», sagt Kaksiris. Die in Griechenland geltenden Regeln würden die Flüchtlinge nicht respektieren.

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