Im Senat des Papstes gibt es Bewegung: Kardinalsdämmerung im Vatikan?


Es rumort gegenwärtig im Kardinalskollegium. Nach dem Rücktritt von Giovanni Angelo Becciu in der vergangenen Woche reist nun George Pell nach Rom. Währenddessen wartete Joseph Zen Ze-kiun vergeblich auf eine Audienz bei Papst Franziskus.

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Gewöhnlicherweise rücken Kardinäle in den Fokus der Öffentlichkeit, wenn es in Rom etwas wichtiges zu besprechen gibt, wie etwa in den Konsistorien oder bei einem Konklave, wenn ein neuer Papst zu wählen ist. Doch dieses Mal ist es eine Mischung aus Skandalen, Abweisungen und möglicher Genugtuung. Und ganz klar scheint die Lage dabei nicht zu sein.

Da war zunächst der Paukenschlag am vergangenen Donnerstagabend, als vom Vatikan recht schmallippig mitgeteilt wurde, Papst Franziskus habe Kardinal Becciu von seinem Amt als Präfekt der Selig- und Heiligsprechungskongregation entbunden und zugleich seinen Verzicht auf „die mit der Kardinalswürde verbundenen Rechte“ angenommen. Gründe wurden freilich nicht genannt, ebenso wenig, welche Recht genau gemeint sind. Aber bekannt war, dass der machtbewusste Sarde in seiner Zeit als Substitut des Staatssekretariats Investitionen in ein Londoner Immobilienprojekt für Luxus-Wohnungen in Höhe von insgesamt 250 Millionen Euro genehmigt haben soll. Seit 2019 ermittelt hier die vatikanische Staatsanwaltschaft.

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