Schichtung der Ozeane wird stärker


Die Ozeane sind wichtige Akteure im irdischen Klimasystem. Doch der Klimawandel setzt auch den Meeren stark zu. Jetzt enthüllt eine Studie, dass sich die Schichtung der Ozeane in den letzten Jahrzehnten deutlich verstärkt hat. Vor allem die Erwärmung der oberen Wasserschichten behindert demnach zunehmend einen Austausch der Wassermassen. Lokal wird dies durch den Einstrom von Süßwasser aus tauenden Gletschern verstärkt. Das führt dazu, dass die Meere Wärme, Sauerstoff und Nährstoffe weniger gut in die Tiefe ableiten – mit Folgen für die Meeresökologie aber auch das irdische Klima, wie die Forscher erklären.

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Hier treffen zwei Wassermassen im Ozan aufeinander, deutlich wichtiger aber sind vertikale Schichtungen. (Bild: Jiang Zhu)

Das Wasser der Meere ist vertikal nicht gleichmäßig durchmischt, sondern bildet typischerweise geschichtete Zonen. Nahe der Wasseroberfläche sammelt sich dabei wärmeres, salzärmeres Wasser, weil es eine geringere Dichte besitzt. In tieferen Schichten findet sich dagegen meist kaltes, salzigeres Tiefenwasser. Zwischen diesen Schichten findet nur ein begrenzter Wasseraustausch statt – meist geschieht dies bei starkem Wind oder im Winter, wenn die Oberflächentemperatur geringer ist. „Diese Schichtung wirkt wie eine Barriere für die Durchmischung des Wassers und das hemmt auch den vertikalen Austausch von Wärme, Kohlenstoff, Sauerstoff und anderen Bestandteilen“, erklären Guancheng Li von der chinesischen Akademie der Wissenschaften in Peking und seine Kollegen. „Das Ausmaß dieser Schichtung ist daher ein zentrales Element im irdischen Klimasystem.“

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