George Pell fliegt trotz Corona-Reiseverbots nach Rom


Trotz allgemeinen Ausreiseverbots aus Australien wegen der Corona-Pandemie ist der frühere Kurienkardinal George Pell am Dienstag von Sydney nach Rom abgeflogen. Die Nachricht stieß in Sozialen Netzwerken auf Kritik und Unverständnis.

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George Pell im Vatikan (Archiv) ©Paul Haring/CNS photo (KNA)

Die Erzdiözese Sydney gab trotz Nachfragen australischer Medien keinen Grund für die Reise Pells an. Auch die für Ausnahmegenehmigungen zuständige Grenzschutzbehörde (ABF) machte keine Angaben darüber; man kommentiere keine Einzelfälle.

Generell, so die Behörde, könne unter anderem Personen, die im Auftrag einer Regierung unterwegs seien, über dringend benötigte „religiöse oder theologische Fähigkeiten“ verfügten oder gewöhnlich im Ausland lebten, eine Ausnahmegenehmigung erteilt werden.

Der zunächst wegen sexuellen Missbrauchs zweier Minderjähriger verurteilte Pell war im April von Australiens höchstem Gericht aus Mangel an Beweisen freigesprochen und aus dem Gefängnis entlassen worden.

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