Münster: Anerkennungszahlungen aus Mitteln des Bischöflichen Stuhls


Bei ihrer Herbstvollversammlung hat die Deutsche Bischofskonferenz neue Regeln für Anerkennungszahlungen an Missbrauchsopfer beschlossen. Das Bistum Münster setzt diese jetzt um – und will dafür keine Kirchensteuermittel ausgeben.

katholisch.de

Das Bistum Münster wird für die Anerkennungszahlungen für Missbrauchsopfer künftig Mittel des Bischöflichen Stuhls verwenden. Es sei ein Anliegen von Bischof Felix Genn, dass für die Zahlungen keine Kirchensteuermittel aufgewendet würden, teilte das Bistum am Dienstag mit. Da das Bistum aber in erster Linie über Kirchensteuereinnahmen finanziert werde, sei dies nur möglich, wenn die Zahlungen an die Opfer nicht aus dem Bistumshaushalt erfolgten. Der Kirchensteuerrat habe daher dem Wunsch des Bischofs entsprochen, „zur Finanzierung von Zahlungen zur Anerkennung des Leids Geldanlagen des Bischöflichen Stuhls in Höhe von rund 5,2 Millionen Euro zu veräußern“, heißt es in der Mitteilung. Der Bischöfliche Stuhl sei eine eigene Körperschaft öffentlichen Rechts und habe daher ein eigenes Vermögen. „Die Zahlungen zur Anerkennung des Leids werden folglich nicht aus Kirchensteuermitteln erfolgen“, sagte der Interventionsbeauftragte des Bistums Peter Frings.

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