Streit um Flugsaurier-„Federn“


Besaßen die Pterosaurier Urformen der Federn? Die Debatte um diese wichtige Frage der Evolutionsgeschichte nimmt nun Fahrt auf: In einer Veröffentlichung widersprechen Forscher einer früheren Studie, die rund 160 Millionen Jahre alten Flugsauriern federartige Strukturen attestiert hat. Den Kritikern zufolge handelt es sich nur um „ausgefranste“ Gebilde, die beim Zerfall von Fasern in der Flughaut der Tiere entstanden sind. Doch die Autoren der Studie verteidigen prompt ihre Ergebnisse und bekräftigen erneut ihre Interpretation, dass die Pterosaurier Protofedern besaßen.

wissenschaft.de

Wie weit reicht die Evolutionsgeschichte der Feder zurück? Ob auch die Pterosaurier Urformen dieser Struktur besaßen, spielt bei dieser Frage eine wichtige Rolle. (Bild: Megan Jacobs, University of Portsmouth)

Lange wurden die Dinosaurier nackt dargestellt – doch mittlerweile belegen zahlreiche Funde: Viele Arten waren gefiedert. Die feinen Strukturen wärmten die Tiere oder spielten möglicherweise bereits eine Rolle beim Balzverhalten. Irgendwann entwickelten einige Vertreter dann auch Flügel, die sie in die Lüfte heben konnten – aus den Dinosauriern entwickelten sich schließlich die Vorfahren der Vögel. Sogar der Feinbau der Dino-Federn ließ sich in einigen Funden gut erkennen. Die meisten Dinosaurier besaßen demnach eher daunenähnliche Strukturen. Was diese Protofedern von Haaren unterschied, waren dabei ihre Verzweigungsstrukturen.

weiterlesen