Kramp-Karrenbauer empört über Kreuzberger Bundeswehr-Bann


Tausende Soldaten helfen bei der Corona-Kontaktnachverfolgung. Dass sie in Friedrichshain-Kreuzberg nicht dienen dürfen, macht ihre Ministerin fassungslos.

Georg Ismar | DER TAGESSPIEGEL

Soldaten in Berlin testen die CoronaAppFoto: Ismael Akbar / Bundeswehr / AFP

Bundesverteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer (CDU) hat fassungslos darauf reagiert, dass der Berliner Bezirk Friedrichshain-Kreuzberg die Hilfe der Bundeswehr bei der Corona-Kontaktnachverfolgung trotz rasant steigender Infektionszahlen kategorisch ablehnt. Das berge die Gefahr, eine Verschärfung der Lage für ganz Berlin zu riskieren, sagte die CDU-Chefin dem Tagesspiegel. Überall sonst werde die Hilfe der Soldatinnen und Soldaten dankbar angenommen.

„Mir fehlt jedes Verständnis, dass Rot-rot- grün es eher riskiert, dass es rasant steigende Infektionen gibt, dass Infektionsketten nicht nachverfolgt oder nicht eingedämmt werden können, als sich von der Bundeswehr helfen zu lassen“, sagte Kramp-Karrenbauer. „Und das ausschließlich aus ideologischen Gründen.“ Jeder, der das so entscheide, „der muss sich dann auch dafür verantworten, wenn Patienten nicht mehr behandelt werden können, weil etwa Beatmungsplätze in Krankenhäusern fehlen, wenn deshalb Kinder nicht in die Schule gehen können und Ihre Eltern möglicherweise den Arbeitsplatz verlieren“.

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