Mehr Diabetiker mit «Alterszucker» sollten neuere Medikamente erhalten


Nur den Blutzucker zu senken, reicht bei Arzneimitteln gegen Typ-2-Diabetes nicht mehr. Mit neueren Substanzen lässt sich auch das Risiko für Diabetes-Komplikationen an Herz und Nieren reduzieren. Diese Substanzen gilt es laut Experten vermehrt einzusetzen.

Alan Niederer | Neue Zürcher Zeitung

Auch wenn im Volksmund von Zuckerkrankheit gesprochen wird: Bei Diabetikern ist nicht nur der Zuckerstoffwechsel aus dem Lot.

Patienten mit sogenanntem Typ-2-Diabetes sollten vermehrt mit neueren Medikamenten behandelt werden. Das schreiben Experten der American Heart Association jüngst in einer wissenschaftlichen Erklärung in der Fachzeitschrift «Circulation». Den grössten Nutzen von solchen Substanzen haben demnach Diabetiker mit eingeschränkter Nierenfunktion und erhöhtem Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen wie Herzinfarkt oder Hirnschlag. Weil diese beiden Organsysteme – Herz-Kreislauf und Nieren – in Abhängigkeit von Zeit und Therapiequalität bei allen Diabetikern Schaden nehmen, sind wirksame Gegenmassnahmen umso wichtiger.

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