Fachjournal wirft US-Arzneimittelbehörde FDA Nachlässigkeit vor

Geld und Pillen

Die US-Arzneimittelbehörde FDA kontrolliere Medikamentenstudien zu lasch, schreibt ein Fachjournal. Möglicherweise hat das Folgen für die Qualität der Medikamente in Deutschland.

stern.de

Mitarbeiter der renommierten US-Fachzeitschrift „Science“ haben der amerikanischen Lebens- und Arzneimittelbehörde FDA (Food and Drug Administration) bei der Überwachung klinischer Studien Nachlässigkeit vorgeworfen. Die FDA kontrolliere die meist von Pharmakonzernen in Auftrag gegebenen Studien, etwa Zulassungsstudien von Medikamenten an Menschen, lasch, langsam und verschwiegen, heißt es in der am Donnerstag in „Science“ veröffentlichten Untersuchung. Verstöße blieben zunehmend ohne Konsequenzen.

Die „Science“-Mitarbeiter Charles Piller und Meagan Weiland sichteten nach eigenen Angaben rund 1600 interne Dokumente der Arzneimittelbehörde aus einem Zeitraum von etwa zehn Jahren bis 2019. FDA-Gutachter hätten die teils „gefährlichen und gesetzeswidrigen Praktiken“ bei den klinischen Studien zwar dokumentiert, die Behörde habe die Unternehmen bei Verstößen aber nur in Ausnahmefällen geahndet und zur Nachbesserung gezwungen.

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