Johnsons Drohung verpufft


Der britische Premier Johnson hatte mit einem Abbruch der EU-Verhandlungen gedroht. Doch auf dieses Spiel will man sich in Brüssel nicht einlassen.

Albrecht Meier | DER TAGESSPIEGEL

Der britische Regierungschef Boris Johnson hatte damit gedroht, die Gespräche mit der EU über einen Handelsvertrag platzen zu lassen, wenn bis zum EU-Gipfel am 15. Oktober kein Ergebnis vorliegt. Trotz dieser Drohung ist ein baldiger Abschluss der Verhandlungen unwahrscheinlich. Dies geht aus einem so genannten Drahtbericht der Ständigen Vertretung Deutschlands in Brüssel an die Bundesregierung hervor.

In dem mit „VS – Nur für den Dienstgebrauch“ gekennzeichneten Bericht, der dem Tagesspiegel vorliegt, werden mehrere Konfliktpunkte – darunter die Fischerei und die künftige Kooperation im Justizbereich – bei den laufenden Gesprächen aufgelistet. Demnach ist nach der Einschätzung der EU-Kommission nicht damit zu rechnen, dass es in den kommenden zwei Wochen bei den Verhandlungen einen Durchbruch gibt.

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