Vatikan veröffentlicht wieder Bilanz – und sagt mehr Transparenz zu – wieder mal


Das gesamte Nettovermögen des Vatikans gab der Leiter des Wirtschaftssekretariats, Juan Guerrero, mit rund vier Milliarden Euro an. Er äußerte sich auch zu einer aktuellen Investmentaffäre, bei der der Vatikan womöglich betrogen worden sei.

 Burkhard Jürgens | katholisch.de

Die römische Kurie, zentrale Leitungsorganisation der katholischen Kirche, hat ihr Bilanzdefizit von 75 Millionen Euro im Jahr 2018 auf 11 Millionen im vergangenen Jahr verringert. Das gab der Leiter des Wirtschaftssekretariats, Juan Guerrero, am Donnerstag bekannt. Das Vermögen der Kurie abzüglich Verbindlichkeiten beträgt demnach 1,4 Milliarden Euro. Die Aufstellung bezieht sich nur auf den Heiligen Stuhl, nicht aber den Vatikanstaat, die Vatikanbank IOR, die Spendenzentrale des sogenannten Peterspfennigs und mit der Kurie verbundene Stiftungen. Allgemein sicherte der Wirtschaftschef mehr Transparenz zu.

Minus beim Heiligen Stuhl „normal“

Das gesamte Nettovermögen des Vatikan gab Guerrero mit rund 4 Milliarden Euro an; die Kurie hat mithin einen Anteil von 35 Prozent. In der Gesamtbetrachtung gebe es 2019 kein Defizit, ebenso wenig wie 2016, als der Vatikan zuletzt eine umfassende Bilanz erstellte, sagte Guerrero. Das Minus beim Heiligen Stuhl bezeichnete er als „normal“ insofern, als die Kirchenleitung nicht auf das Erwirtschaften von Gewinnen ausgerichtet sei.

weiterlesen