Witwe des IS-Kämpfers Cuspert zu Gefängnis verurteilt


Wegen Mitgliedschaft in einer terroristischen Vereinigung im Ausland ist die Witwe des IS-Kämpfers Cuspert zu dreieinhalb Jahren Gefängnis verurteilt worden.

Deutschlandfunk-Nachrichten

Die 36-Jährige sei von der Idee eines islamischen Staates auf der Grundlage der Scharia fasziniert gewesen, sagte der Vorsitzende Richter am Hamburger Oberlandesgericht. Die in der Hansestadt geborene Deutsch-Tunesierin war 2015 mit ihren Kindern ihrem damaligen Mann ins Herrschaftsgebiet des Islamischen Staates gefolgt. Nach dem Tod ihres Gatten heiratete sie dessen Freund Cuspert, flüchtete aber später nach Deutschland. Der Berliner Gangsterrapper Cuspert hatte sich 2014 dem IS angeschlossen. Er wurde laut Medienberichten bei einem Luftangriff in Syrien getötet.