Laschet in Rom: „Der Papst weiß mehr, als wir glauben“ – das ist bei Laschet nicht schwer


Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Armin Laschet hat Papst Franziskus bei einer Privataudienz getroffen. Dabei ging es natürlich auch um die Kanzlerkandidatur. 

Regina Krieger | Handelsblatt

Papst Franziskus, Armin Laschet
Der NRW-Ministerpräsident, ein bekennender Katholik, traf das Kirchenoberhaupt bereits zum dritten Mal.
(Foto: imago images/Independent Photo Agency Int.)

Sosehr sich NRW-Ministerpräsident Armin Laschet auch bemühte, in Rom die ganz großen Themen der Weltpolitik wie Flüchtlingspolitik, Umweltschutz, Covid-19-Bekämpfung und Europas Zukunft anzusprechen: Am Ende ging es auch in Italien immer wieder um die eine Frage zum CDU-Parteivorsitz und zur Kanzlerkandidatenkür, die das Land bewegt. Deshalb war das Interesse an seiner Rom-Reise auch besonders groß. Die Innenpolitik verfolgte ihn bis in den Vatikan. Anlass der Italienreise war der Tag der Deutschen Einheit.

Ob die Merkel-Nachfolge ein Thema in seiner Begegnung mit Papst Franziskus gewesen sei, wurde er am Donnerstag nach seiner Privataudienz beim Heiligen Vater gefragt. Der Papst verfolge die Entwicklung in Deutschland mit großem Interesse, antwortete der CDU-Politiker, und er habe ihm auch Grüße der Bundeskanzlerin überbracht.

Aber die Kirche denke in ganz anderen historischen Dimensionen und nicht in Tagespolitik. Doch dann sagte er, ohne die Miene zu verziehen: „Der Papst weiß mehr, als wir glauben.“ Das kann man fast als besonderen Segen werten.

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