Macron will gegen islamistische „Ghettos“ vorgehen


Der französische Präsident will den radikalen Islamismus stärker bekämpfen. Fundamentalistische Verbände sollen verboten und Problemviertel zurückerobert werden, kündigt Emmanuel Macron an.

Frankfurter Allgemeine Zeitung

Der französische Präsident Emmanuel Macron plant, islamistische Verbände stärker zu bekämpfen. Bild: Reuters

Frankreichs Präsident Emmanuel Macron hat ein verschärftes Vorgehen gegen Islamisten angekündigt. Er sagte am Freitag in einer lange erwarteten Grundsatzrede im Pariser Vorort Les Mureaux, „islamistische Abspaltungstendenzen“ und die „Ghettobildung“ würden in Frankreich nicht mehr geduldet.

Er sprach sich unter anderem für ein Verbot fundamentalistischer Verbände aus, welche die französischen Werte und Gesetze missachten. Zudem soll Hausunterricht für Kinder nur noch unter starken Auflagen möglich sein. Für Anfang Dezember kündigte Macron dazu einen Gesetzentwurf an.

Macron bekräftigte seinen Willen zur „Wiedereroberung“ von Problemvierteln, in denen Radikale Einfluss auf Schulen oder die öffentliche Ordnung nehmen. Das rechte politische Lager in Frankreich wirft dem Staatschef vor, nicht hart genug gegen Islamisten vorzugehen. Konservative und Rechtspopulisten fordern unter anderem eine Sicherheitsverwahrung für sogenannte „Gefährder“.

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