EU-Arzneimittelbehörde prüft Berichte über Nierenschäden durch Remdesivir


Die EU-Arzneimittelbehörde EMA untersucht mögliche schwere Nebenwirkungen des Corona-Medikaments Remdesivir, mit dem derzeit auch US-Präsident Trump behandelt wird.

Deutschlandfunk-Nachrichten

Corona-Medikament Remdesivir womöglich gesundheitsschädlich? (www.imago-images.de)

Die EMA prüft nach eigenen Angaben Berichte, wonach Corona-Patienten nach der Behandlung mit Remdesivir akute Nierenschäden erlitten haben. Es werde untersucht, ob das Medikament dafür verantwortlich sei, oder ob das Coronavirus selbst die Nierenschäden verursacht habe, so die Behörde.

Im Juli hatte sie der Zulassung von Remedesivir grundsätzlich zugestimmt – allerdings unter der Bedingung, dass dessen Wirkung und mögliche Nebenwirkungen weiter untersucht werden. Ursprünglich wurde das Medikament zur Behandlung von Ebola entwickelt. In den USA und Japan erhielt es bereits Ausnahmegenehmigungen für die Behandlung von Corona-Patienten.