Missbrauch im Klinikum Bethel: Anzeigen gegen Vorgesetzte


Gegen zwei Ärzte des Evangelischen Klinikums Bethel ist im Zusammenhang mit Vergewaltigungsvorwürfen gegen einen ehemaligen Assistenzarzt Anzeige erstattet worden. Die Ermittlungen gegen den mutmaßlichen Täter sind nach dessen Tod eingestellt.

evangelisch.de

Nach Vergewaltigungsvorwürfen gegen einen ehemaligen Assistenzarzt ist gegen zwei Ärzte des Evangelischen Klinikums Bethel Anzeige erstattet worden. Die Anzeigen durch eines der Opfer des Mediziners richteten sich gegen einen Chefarzt und einen Oberarzt des Krankenhauses, bestätigte die Staatsanwaltschaft am Freitag in Bielefeld dem Evangelischen Pressedienst (epd). Zu den konkreten Vorwürfen gegen die Vorgesetzten machte die Behörde keine Angaben. Unterdessen hat sie die Ermittlungen gegen den 32-jährigen Beschuldigten, der in der Untersuchungshaft offenbar Suizid beging, eingestellt.

Der Geschäftsführer des Klinikums Bethel, Matthias Ernst, erklärte, Klinikleitung und Geschäftsführung hätten seit Bekanntwerden des Verfahrens gegen ihren früheren Mitarbeiter mit den Behörden kooperiert und würden dies auch im Blick auf die Anzeigen gegen die beiden Bethel-Ärzte tun. Dem Klinikum Bethel waren nach eigenen Angaben im April lediglich Ermittlungen gegen den beschuldigten Mediziner zum Tatverdacht der Körperverletzung „in Bezug auf eine nicht sachgerechte Medikamentengabe“ bekannt geworden. Daraufhin sei er unverzüglich freigestellt worden.

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