Rechtsextremismus: Dutzende Verdachtsfälle bei der Bundespolizei


Seit Anfang 2017 wurden einem Medienbericht zufolge in Reihen der Bundespolizei 24 rechtsextreme und 20 rassistische Verdachtsfälle registriert – in der Thüringer Landespolizei gab es bei einem Polizeianwärter eine Durchsuchung.

Süddeutsche Zeitung

Bundespolizisten an einem Bahnhof (Symbolbild) (Foto: Christoph Hardt via http://www.imago-images.de/imago images/Future Image)

Die Bundespolizei hat nach Informationen der Zeitung Welt am Sonntag zwischen Anfang 2017 und Juni diesen Jahres 24 rechtsextreme und 20 rassistische Verdachtsfälle registriert.

Abgeschlossen werden konnten demnach bisher 21 der Verfahren, wie das Blatt unter Berufung auf das Präsidium der Bundespolizei mitteilte. „Zwei dieser Fälle endeten mit einer Einstellung, neun Mal wurden Disziplinarmaßnahmen verhängt, in zehn Fällen wurden die Beamten entlassen beziehungsweise nach Beendigung der Ausbildung nicht übernommen“, heißt es in dem Bericht.

Von den Fällen seien 31 durch interne Hinweise aus der Bundespolizei bekannt geworden. Gemeinsam mit den Präsidenten der ihm unterstehenden Sicherheitsbehörden will Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) am Dienstag einen Lagebericht zu rechtsextremistischen Verdachtsfällen bei der Polizei und in den anderen Sicherheitsbehörden des Bundes vorstellen.

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