„Superbugs“: Antibiotikaresistente Keime auf dem Vormarsch


Multiresistente Bakterien treten immer häufiger auf – das könnte sich zu einer nicht zu unterschätzenden Gesundheitskrise auswachsen

Katharina Kropshofer | DERSTANDARD

Mehr als 70 Tonnen Antibiotika werden in Österreich pro Jahr verschrieben. Foto: Getty Images / iStock / image_jungle

Als eine Probe jenes originalen Schimmelpilzes, der Alexander Fleming 1928 zufällig zur Entdeckung des Penicillins verholfen hatte, das Innere eines Tiefkühlschranks erblickte, ging der Zweite Weltkrieg gerade zu Ende. Nun, 75 Jahre später, haben ihn Forschende wieder aufgetaut und sein Genom sequenziert.

Sie wollen den ursprünglichen Pencillium-Stamm mit zwei neueren vergleichen, die in der industriellen Antibiotikaherstellung genützt werden. Das Team am Imperial College London hofft, damit Erkenntnisse über eines der größten gesundheitlichen Probleme zu erlangen: Antibiotikaresistenz.

Heute sind verschiedenste Antibiotika bekannt, die gegen mehr als 80 Bakterienarten wirksam sind. Neben synthetischen Substanzen werden viele Wirkstoffe weiterhin aus Pilzen und Bakterien gewonnen, die sich damit selbst gegen Keime schützen: Jedes Bakterium ist aufs Überleben ausgerichtet. Verändert sich seine Umwelt, muss es sich anpassen. Zufällig erworbene Mutationen, die den Wirkstoff zerstören oder erst gar nicht in die Zelle lassen, können plötzlich einen Überlebensvorteil bieten.

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