Attacke vor Synagoge in Hamburg


Kurz vor dem Jahrestag des Anschlags auf die Synagoge in Halle ist es in Hamburg zu einer antisemitischen Attacke gekommen. Der Täter trug militärische Kleidung und schlug mit einer Schaufel zu.

Georg Mascolo, Ronen Steinke | Süddeutsche Zeitung

Das Opfer der Attacke in Hamburg trug beim Verlassen des Synagoge eine Kippa (Symbolbild).
(Foto: imago/photo2000)

Vor der Hamburger Synagoge ist es am Sonntagnachmittag zu einer offenbar antisemitisch motivierten Attacke gekommen. Nach Informationen von Süddeutscher Zeitung, NDR und WDR griff ein militärisch gekleideter Mann dort einen jüdischen Studenten an, der durch eine Kippa als jüdisch zu erkennen war und aus der Synagoge an der Hohen Weide im Stadtteil Eimsbüttel herauskam. Der 29 Jahre alte Täter soll den Studenten mit einem Klappspaten auf den Kopf geschlagen und verletzt haben, bevor Sicherheitskräfte der jüdischen Gemeinde ihn überwältigen und festnehmen und die vielen Besucher der Synagoge in Sicherheit bringen konnten.

owohl die militärische Kleidung als auch das Datum der Attacke wecken Erinnerungen an den Anschlag auf die Synagoge von Halle an der Saale vor knapp einem Jahr. Dort hatte am höchsten jüdischen Feiertag Jom Kippur ein schwer bewaffneter Rechtsradikaler versucht, in die Synagoge einzudringen und die Betenden zu ermorden.

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