Der Placebo-Effekt ist auch biochemisch nachweisbar


Mehr als nur Psyche: Der Placebo-Effekt wirkt nicht nur subjektiv – er verändert auch unsere Biochemie, wie nun ein Experiment bestätigt. In ihm führte eine Scheinbehandlung gegen Übelkeit zu messbaren Veränderungen bei 74 im Blut nachweisbaren Proteinen. Je stärker diese Proteine verändert waren, desto wirksamer half das Placebo gegen die Übelkeit. Nach Ansicht der Forscher könnten weitere Proteom-Analysen wertvolle Einblicke in die Wirkungsweise dieses rätselhaften Effekt geben.

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Der Placebo-Effekt löst messbare Veränderungen im Körper aus – unter anderem bei den freigesetzten Proteinen. ©Olivier Verriest/ iStock

Es ist, als käme die Heilung aus dem Nichts: Der Placebo-Effekt kann selbst starke Schmerzen lindern, gegen Parkinson-Symptome helfen oder einen Rausch ganz ohne Drogen hervorrufen. Dies funktioniert auch dann, wenn die Patienten wissen, dass sie nur eine Scheinbehandlung erhalten. Studien belegen, dass dabei deutliche Veränderungen im Gehirn der Probanden nachweisbar sind. Welche physiologischen Veränderungen der Placebo-Effekt verursacht, ist aber bislang nur in Teilen untersucht.

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