Steinmeier zur Einheit: Was für eine haarsträubende Rede


Fehler und Unterlassungen. Kein Richard von Weizsäcker, kein Johannes Rau hätte eine solche Rede gehalten wie der Bundespräsident.

DER TAGESSPIEGEL

Seine Rede zur Deutschen Einheit hinterließ vor allem eines: Enttäuschung. Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier auf dem Festakt…Soeren Stache/dpa

Der 30. Jahrestag der deutschen Einheit – einer zum Feiern. 30 Jahre nach diesem Geschenk der Geschichte. Einerlei, wie man die Einheit und ihren Fortgang im Detail bewerten mag, ist es ein Tag, an dem das Geschaffene und Geschaffte groß gewürdigt werden muss. Das als notwendiger Vorspruch zu einer Betrachtung im Rückblick. Die fällt traurig aus.

Kein Bundespräsident hatte je so viele Redenschreiber wie der amtierende. Und doch war seine Rede missglückt; denn sie war groß nur in der Enttäuschung, die sie hinterließ.

Erstens diese Fehler: So ist da tatsächlich von Friedensabkommen mit Warschau und Moskau zu hören. Abgesehen davon, dass es – wenn – Verträge hätten sein müssen: nein! Sie hätten Reparationsleistungen zur Folge gehabt, die unter allen Umständen vermieden werden sollten und mussten. Es waren vielmehr Gewaltverzichtsabkommen, und die waren umstritten genug.

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