Tichanowskaja: Belarusische Oppositionsführerin in Berlin


Die belarusische Oppositionelle Tichanowskaja führt im Exil in Litauen ihre Arbeit für die Demokratiebewegung und gegen Präsident Lukaschenko fort. Nun will sie sich mit Kanzlerin Merkel in Berlin beraten.

Martha Wilczynski | tagesschau.de

Swetlana Tichanowskaja, ehemalige Kandidatin für die Präsidentschaftswahlen in Belarus, spricht bei einer Pressekonferenz. | Bildquelle: dpa

„Ich, Swetlana Tichanowskaja, bin die einzige Anführerin, die vom belarusischen Volk gewählte wurde.“ Es war die klare Antwort auf die unangekündigte Amtseinführung Alexander Lukaschenkos vor gut eineinhalb Wochen. Die Botschaft kam wie gewohnt über Tichanowskajas Telegram-Kanal, der in Anlehnung an den Kanal des Präsidenten „Pul Pervogo“ – „Pul Pervoj“ hieß. Sinngemäß: Der Nachrichtenpool der ersten im Staate.

Dabei geht es Tichanowskaja gar nicht darum, wirklich Präsidentin zu sein, wie sie immer wieder betont: „Es ist bekannt, dass ich diesen Weg nicht gewählt habe. Ich wollte nie Politikerin werden, aber durch den Willen des Schicksals stand ich vor einer Wahl. Einer Wahl zwischen Freiheit und Angst, zwischen Wahrheit und Lüge, zwischen Liebe zum eigenen Land und Gehorsam gegenüber dem System.“

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