Wolfgang Huber dilettiert in Sachen säkulare Gesellschaft


Aus Sicht des ehemaligen Ratsvorsitzenden der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Wolfgang Huber, trifft die Bezeichnung säkulare Gesellschaft auf Deutschland nicht zu.

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„Das ist Quatsch, mit Verlaub gesagt“, sagte Huber in einem Videointerview anlässlich des 20-jährigen Bestehens des evangelischen Monatsmagazins „chrismon“: „Denn wenn es so wäre, hätten wir als Christen in dieser Gesellschaft keinen Ort.“ Allerdings habe in der pluralen Gesellschaft die „säkulare Option“ eine viel größere Bedeutung als früher.

Aus Sicht des 78-jährigen Theologen sollte die evangelische Kirche daher versuchen, mit der großen Zahl der Menschen mit einer indifferenten Haltung zu Religionen in Kontakt zu treten. „Dass wir mit denen das Gespräch nicht suchen, halte ich für einen kapitalen Fehler“, sagte der Berliner Altbischof, der von 2003 bis 2009 an der Spitze der EKD stand, in dem Gespräch mit „chrismon“. Geschätzt gebe es sechs oder sieben Millionen Menschen, die christlich getauft seien, im späteren Leben aber aus der Kirche ausgetreten seien. Diese könnten vielleicht am ehesten angesprochen werden und würden dann bestimmt bekennen, „dass der Grund, der sie eines Tages aus der Kirche herausgeführt hat, überhaupt nicht länger ein Grund ist, den sie heute als relevant akzeptieren“.

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