Herculaneum: Vulkanhitze „verglaste“ Gehirnzellen


Einzigartiger Fund: Archäologen haben im Schädel eines jungen Römers aus Herculaneum erstmals menschliche Gehirnzellen in verglastem Zustand entdeckt. Die Gluthitze des Vulkanausbruchs und eine schnelle Abkühlung ließen die Neuronen nahezu intakt erstarren. Dadurch blieben die Zellstrukturen und sogar einige der neuronalen Proteine fast 2.000 Jahre lang konserviert, wie nun nähere Analysen enthüllen.

scinexx

In diesem Gebäude, dem Collegio Augustali in Herculaneum, wurde ein junger Römer beim Vesuv-Ausbruch überrascht und starb. Teile seines Hirngewebes verglasten jedoch und blieben bis heute erhalten. ©Tim Brighton/ /CC-by-sa 2.0

Der Ausbruch des Vesuv im Jahr 79 ist eine der bekanntesten Naturkatastrophen der Antike. Die Glutlawinen des Vulkans trafen die römischen Städte Pompeji und Herculaneum und brachten nahezu allen Bewohnern einen fast instantanen Tod. Meterhohe Aschenschichten schlossen die Toten ein und konservierten so ihre Leiber und Positionen für die Nachwelt. Ihre Überreste geben einen einzigartigen Einblick in den Alltag und das Leben zu jener Zeit, spiegeln aber auch die dramatischen Ereignisse am Tag der Eruption wieder.

weiterlesen