Kamtschatka: Tiersterben im Naturparadies


Die Halbinsel Kamtschatka ist bekannt für ihre raue Schönheit. Die geringe Bebauung erlaubt es der Natur, sich halbwegs ungestört auszubreiten. Doch die erlebt zurzeit ein rätselhaftes Tiersterben.

Stephan Laack | tagesschau.de

Eine tote Robbe am Chalaktyrsky-Strand wird von einer Polizistin fotografiert. | Bildquelle: dpa

Sie ist eines der letzten Naturparadiese unserer Erde – die russische Halbinsel Kamtschatka im Nordpazifik. Eine Landschaft bestehend aus unzähligen Geysiren, schneebedeckten Vulkanen. Dünn besiedelt – kaum Industrie. Schiffsbau und Fischfang kommen hier im fernen Osten Russlands besondere Bedeutung zu.

Und das UNESCO -Weltnaturerbe Kamtschatka zieht immer mehr Touristen an, die zum Beispiel auch einmal beobachten wollen, wie Bären an kristallklaren Flüssen nach Lachsen fischen.

Das Wasser hat die Farbe geändert

Andere kommen hier hin, um an den Ufern der Halbinsel auf den kalten Wellen des Ozeans zu surfen. Die Surfer waren auch die ersten, die bemerkten, dass hier etwas nicht stimmt: „Ich hatte schneidende Schmerzen und Schlieren an den Augen, nachdem ich aus dem Wasser kam. Ich ging dann zum Arzt und er stellte bei mir eine Verätzung fest“, erzählt eine Surferin.

Schon vor drei Wochen hatten die ersten Surfer vor Kamtschatka über Augenschmerzen, kurzfristigen Sehverlust, Erbrechen und Husten geklagt. Sie hatten auch beobachtet, dass das Wasser seine Farbe verändert hatte und merkwürdig schmeckte.

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