Neuer Chef der Gedenkstätte Buchenwald steht zu AfD-Verbot


Das Hausverbot für führende AfD-Politiker in der KZ-Gedenkstätte Buchenwald bleibt bestehen. Das bekräftigte der neue Direktor der Stiftung Gedenkstätten Buchenwald und Mittelbau-Dora, Jens-Christian Wagner, bei seiner Amtseinführung am Montag in Erfurt. Er sei nicht dafür bekannt, Auseinandersetzungen mit den Rechtspopulisten aus dem Weg zu gehen.

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Der Historiker hatte das Amt zum 1. Oktober von Volkhard Knigge übernommen, der sich im Frühjahr in den Ruhestand verabschiedet hatte.

Für Wagner, der zuletzt sechs Jahre die Stiftung niedersächsische Gedenkstätten leitete, ist mit dem Amt auch die Rückkehr an die alte Wirkungsstätte verbunden. Bis 2014 habe er bereits 15 Jahre in der Gedenkstätte Buchenwald „Büro an Büro mit Volkhard Knigge, dem ich sehr viel verdanke“, gearbeitet, sagte der gebürtige Göttinger. Ein Hauptanliegen seiner künftigen Arbeit sei es, noch mehr herauszuarbeiten, wie es zum Netzwerk der Konzentrationslager Buchenwald und Mittelbau-Dora sowie ihrer vielen Außenlager kommen konnte. „Beide fielen ja 1937 und 1943 nicht einfach vom Himmel“, erklärte er.

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