Superhabitable Exoplaneten: Lebensfreundlicher als unsere Erde


Die Erde ist möglicherweise nicht der lebensfreundlichste Ort in der Milchstraße. Das meint ein Forscherteam und sucht nun nach superhabitablen Welten.

Martin Holland | heise online

(Bild: NASA Ames/SETI Institute/JPL-Caltech)

Unter den in den vergangenen Jahrzehnten entdeckten Exoplaneten gibt es zwei Dutzend, die möglicherweise bessere Bedingungen für Leben bieten, als unsere Erde. Zu diesem Ergebnis sind drei Astronomen gekommen, die formuliert haben, wie solche superhabitablen Welten ihrer Meinung nach aussehen müssten. Sie plädieren dafür, verstärkt nach solchen Exoplaneten zu suchen und diese zu erforschen, nicht nach den erdähnlichsten. Zwar erfüllen nicht alle ihre Kandidaten alle Voraussetzungen, aber mit KOI 456.04 benennen sie ein System, das quasi ein Spiegelbild zum Sonnensystem zu sein scheine. Nur ist der dortige Exoplanet bisher noch gar nicht bestätigt, es handelt sich um einen sogenannten Kandidaten.

Wie die Forscher im Fachmagazin Astrobiology ausführen, könnte es als anthropozentrisch und geozentrisch bezeichnet werden, unhinterfragt davon auszugehen, dass es keine Orte in unserer Galaxie gibt, die noch lebensfreundlicher sind als unsere Erde. Denn schon unsere Heimat habe im Laufe ihrer Geschichte ganz unterschiedliche Gesichter gezeigt und sei als „Schneeballerde“ einst nicht nur schon viel unwirtlicher gewesen, sondern im Karbon etwa auch bereits viel lebensfreundlicher als heute. Wie Studienleiter Dirk Schulze-Makuch von der Technischen Universität Berlin nun erklärt, haben er und seine Kollegen Voraussetzungen aufgestellt, über die ein Exoplaneten verfügen müsste, um ebenfalls noch lebenswerter zu sein, als unsere Heimat.

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