Warum die Kirche Traktoren segnet – Dummenfang


Immer mehr Menschen treten aus der Kirche aus. Um den Abwärtstrend aufzuhalten, will die Kirche neue Wege gehen. Ein Pater in der Eifel zeigt, wie das gelingen kann. 

Ute Spangenberger | tagesschau.de

Bild: tagesschau.de

Pater Albert Seul hat ein intensives Wochenende hinter sich: Er segnete Pilger, die auf der Durchreise waren, Kranke, Tiere und sogar Traktoren. „Alles, was dem Leben dient, kann gesegnet werden. Man stellt gleichsam ein Geschöpf, also ein Mensch oder ein Tier, aber auch eine Sache vor Gott, damit er seine schützende Hand darüber legt“, erzählt der Pater. Der 49-jährige Dominikaner steht der Wallfahrtskirche in Klausen vor. Der Ort liegt in der Eifel und ist die größte Wallfahrtgemeinde in Rheinland-Pfalz.

Traktorsegnung und Begegnung

Auf einem Parkplatz am Dorfende von Klausen haben sich Dutzende Männer und einige Frauen mit ihren Traktoren versammelt, um vom Pater gesegnet zu werden. Seit fünf Jahren gibt es diese Veranstaltung und erfreut sich großer Beliebtheit: „Die Idee ist zusammen mit dem Bürgermeister entstanden“, erläutert der Pater, während er die Dorfstraße hinunter zum Parkplatz läuft. Um ihn herum hupt es.

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