Doppelschädel im Steinzeitgrab


Im Süden Spaniens haben Archäologen ein Steinzeitgrab mit ungewöhnlichen Merkmalen entdeckt. In ihm fanden sich zwei Schädel, die vor rund 6.800 Jahren im Rahmen von Opferritualen bestattet worden sein könnten. Die weibliche Tote wurde zudem nach ihrem Tod enthauptet und möglicherweise entbeint. Außerdem weist ihr Schädel Spuren einer verheilten Schädelöffnung einige Jahre vor ihrem Tod auf.

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Diese Schädel aus der spanischen Dehesilla-Höhle gehen Archäologen Rätsel auf. ©Universidad de Sevilla

Schon in der Steinzeit praktizierten Menschen Rituale, in denen Schädel eine herausragende Rolle spielten. So spießten einige Gruppen die Schädel von Toten auf Pfähle auf, andere praktizierten rituelle Enthauptungen oder huldigten sogar einem Schädelkult, wie im Steinzeitheiligtum Göbekli Tepe. Eine ungewöhnliche Rolle spielte ein Schädel dagegen vor 2.100 Jahren in Ecuador: Dort diente er als Schutzhülle für den Kopf eines toten Kleinkinds.

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