Hunderttausende Seeleute sitzen fest


Wegen der Corona-Reisebeschränkungen dürfen rund 400.000 Seeleute nicht an Land. Das sei unmenschlich, finden UN-Organisationen und fordern Lösungen. Viele Besatzungsmitglieder seien seit fast eineinhalb Jahren auf See.

tagesschau.de

Besatzungsmitglieder eines Containerschiffes | Bildquelle: dpa

Hunderttausende Seeleute sitzen entweder auf Schiffen fest oder können aufgrund der Corona-Krise nicht ihren Lebensunterhalt verdienen. Darauf weist das UN-Menschenrechtsbüro, UN Global Compact und die UN-Arbeitsgruppe für Wirtschaft und Menschenrechte hin. UN Global Compact ist eine Initiative für verantwortungsvolle Unternehmensführung.

Demnach dürfen derzeit etwa 400.000 Menschen ihre Schiffe nicht verlassen. Eine ähnliche Anzahl wird aufgrund der Corona-Beschränkungen daran gehindert, zu ihren Schiffen zurückzukehren. In einigen Fällen sind Menschen seit 17 Monaten oder länger auf demselben Schiff gefangen. Die UN-Organisationen verurteilten das als unmenschlich. Internationale Arbeitsstandards erlauben einen ununterbrochenen Aufenthalt an Bord von höchstens elf Monaten.

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