Konsens über Klimaziele bröckelt

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Das Europaparlament ist für eine stärkere Senkung der Treibhausgase als die Kommission. Doch die Konservativen ziehen nicht mit.

Eric Bonse | taz

EU-Kommissar Frans Timmermans bei der Klimadebatte im Europäischen Parlament in Brüssel Foto: reuters

Das Europaparlament fordert mehr Ehrgeiz beim Klimaschutz. Eine knappe Mehrheit aus Sozialdemokraten, Liberalen, Linken und Grünen sprach sich am Mittwoch in Brüssel für die Absenkung der Treib­haus­gase bis 2030 um 60 Prozent aus. Die EU-Kommission hatte 55 Prozent vorgeschlagen, bisher liegt das Ziel bei 40 Prozent.

Grüne und KlimaschützerInnen sprachen von einem wichtigen Fortschritt. „Ein richtig starker Erfolg für die Klimabewegung!“, jubelte der deutsche Grünen-Abgeordnete Michael Bloss. Die neue Zielmarke bedeute „das ambitionierteste Klimaziel, welches bisher in der EU von einer politischen Institution angenommen wurde“.

Allerdings ist unklar, ob dieses Ziel tatsächlich erreicht wird. Die Umsetzung dürfte Schwierigkeiten bereiten. Denn die Konservativen, die AfD und einige Liberale im Parlament tragen es nicht mit.

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